1. German Event Summit – Der Preis sollte Qualität haben.


Vom 21. bis 22 Juni stieg also der 1. German Event Summit in Wiesbaden (nette Kleinstadt). Ein Kongress für die Event-Branche um stolze € 890 pro Teilnehmer. Ich hatte zum Glück eine „Wild Card“, musste also nichts bezahlen.

Da es für mich eine sehr intensive Veranstaltung war und ich glaube, dass es sehr interessant ist, diese Veranstaltung etwas genauer zu betrachten, werde ich mehrere Beiträge über den 1. German Event Summit schreiben. Der erste Bericht ist eine allgemeine Beschreibung über den Ablauf dieser Veranstaltung.

Rhein Main Hallen in Wiesbaden

Rhein Main Hallen in Wiesbaden

Ich kam also am Montag zu besagtem Kongress und traf zu allererst meine Kooperationspartner von eveos (www.eveos.de), die offizielle Medienparter dieses Kongresses waren. Katharina Falkowski war im Vorfeld sehr bemüht und kündigte permanent via Twitter, XING und Facebook den Event an. Als Medienpartner berichtete sie live via Twitter und Blog über die Veranstaltung. Sehr beeindruckend, das hat sie wirklich gut gemacht – nachzulesen auf http://news.eveos.de/blog/2010/06/18/eveos-berichtet-live-vom-first-german-event-summit/.

eveos Messe-Stand - Copyright eveos

eveos Messe-Stand - Copyright eveos

Allerdings wurde auf dem Summit eine sehr große Social-Media-Chance, nämlich Vorreiter für zukünftige Live Kommunikations-Kongresse zu sein, sträflich vernachlässigt. Wäre ich Veranstalter gewesen, hätte ich Katharina auf die Bühne neben den Vortragenden gesetzt und Fragen von Interessierten über Twitter, Facebook und Co dem Vortragenden gestellt. Auch ein Chat, um nach dem Vortrag mit den Spezialisten ein paar Fragen zu erörtern, wäre sicher nicht falsch gewesen.

Nun zum Ablauf der Veranstaltung. Ich bin natürlich etwas voreingenommen, weil ich des öfteren auf der Access in Wien bin und deshalb eine Veranstaltung kenne, die sich intensiv und sehr professionell mit der Branche auseinandersetzt. Allerdings ist ein Vergleich mit der Access nicht sehr fair, weil der 1. German Event Summit das erste Mal stattfand – wie der Name schon sagt.

Teilweise wirkte die Umsetzung der Veranstaltung nicht sehr gut durchdacht. Die Vortragenden hatten ständig einen Zeitdruck, obwohl doch einige Vortragende ausgefallen waren. Die Aufteilung der „German Events“ Messe-Stände war für die Aussteller etwas ärgerlich, da dieser Bereich gesucht werden musste (ein kleines Schild machte auf die „German Events“ Messe-Stände aufmerksam). Die Besucher kamen nicht automatisch an den Messe-Ständen vorbei. Was durchaus möglich gewesen wäre, wenn nicht Vorträge und Buffet im selben Bereich stattgefunden hätten, sondern die Vorträge im Bereich der “German Events” Messe-Stände (die Möglichkeit bestand). So wirkte dieser Bereich immer etwas verlassen und brachte den Ausstellern nicht die Aufmerksamkeit, die sich die meisten verdient hätten.

Der Netzwerk-Abend war für mich sehr lustig und auch sehr interessant, was allerdings wenig mit der Organisation zu tun hat, sondern mehr mit den Menschen (hat allerdings doch etwas mit der Organisation zu tun), die anwesend waren. Die Performance, die an diesem Abend gezeigt wurde, war… wie soll ich es ausdrücken? Ich bin schon bei weitaus spannenderen Vorstellungen spontan gegangen – das trifft es ziemlich genau.

Zwei badende „Wassernixen“, die sich in einem Becken – sah aus wie ein Requisit von Dita von Teese – ich hab mich schon gefreut ;-) – räkelten und rein und raus sprangen (gähn!).

Performance auf der 1. German Event Summit - Copyright www.eveos.de

Performance auf der 1. German Event Summit - Copyright www.eveos.de

Ein paar wird’s schon gefallen haben, zumindest fanden sich in der ersten Reihe auffallend viele Männer (ich war nicht dabei!). :-)

Der 2. Tag brachte einige interessante Vorträge, aber auch Vorträge, bei denen ich es nicht glauben konnte, was ich da als Vortrag zu hören bekam – dazu später mehr.

Schade war, dass die Besucher nicht schon beim Anmelden darüber informiert wurden, dass kostenloses W-LAN zu Verfügung stand – vielleicht das nächste Mal auf die Rückseite der Namensschilder schreiben.

Fazit:

Wenn ich nicht von unseren Kooperations-Partnern eingeladen worden wäre, wäre ich ziemlich sauer gewesen – 890 Euro scheinen mir maßlos übertrieben zu sein. Von einem Kongress für die Event-Branche erwarte ich mir eine beeindruckende Umsetzung – wenn nicht von der Performance, dann wenigstens vom Inhalt der Vorträge. Die Listen der Vortragenden hatten durchaus großes Potenzial, aber leider lieferten einige reine Eigen-PR ab. Vielleicht sollte man den Vortragenden verbieten, den eigenen Firmennamen in den Vortrag einzubauen.

Der Kongress ist auf jeden Fall ausbaufähig, ich hoffe allerdings, dass sich die Verantwortlichen für’s nächste Mal ein bisschen mehr Gedanken machen. Vielleicht besuchen sie die Access in Wien, da kann man sich sicher inspirieren lassen – wie’s so schön heißt. ;-)

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