Podiumsdiskussion „Open Innovation“ am APA-OnlineTag
Höhepunkt des APA-OnlineTages war die Podiumsdiskussion mit dem Thema „Innovation unter Extrembedingungen oder Sparpotenzial Zukunft? Strategien für Menschen in der Kommunikationswirtschaft“.

- v. l. n. r. Peter Kropsch (APA), Christian Ortner (Vorarlberger Nachrichten), Martin Bredl (Telekom Austria), Clemens Pig (APA), Peter Filzmaier (Institut für Strategieentwicklung), Klaus Pseiner (FFG), Gertraud Leimüller (winnovation consulting GmbH)
ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz und Peter Kropsch (Geschäftsführer der APA – Austria Presse Agentur) eröffneten die Diskussion mit einigen einleitenden Worten, wobei Herr Wrabetz sich gleich nach seiner Begrüßung verabschiedete – ihm bläst wohl momentan ein etwas strenger Wind entgegen …
Da sind wir auch schon beim Thema: Die Krise. Sie hat nicht nur den ORF erfasst, sondern auch sehr viele andere Kommunikationsunternehmen. Obwohl das böse „K“-Wort manche Unternehmen mit einer Breitseite erwischt hat, setzen viele auch unter diesen verschärften Bedingungen sehr stark auf Forschung und Entwicklung, meint Klaus Pseiner, Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG.
Firmen sollten in die Richtung neue Geschäftsmodelle bzw. Dienstleistungen forschen. Frau Gertraud Leimüller (Geschäftsführerin von winnovation consulting GmbH) stellte allerdings fest, dass sehr oft der Fehler gemacht wird eine Innovation auf die Technik zu reduzieren.
Sehr häufig fielen die Worte twitter und Facebook, obwohl auch angemerkt wurde, dass diese Web 2.0-Erscheinungen nicht gewinnbringend arbeiten und hauptsächlich von ihren Investoren leben. Aber, am Ende zahlt immer irgendwer die Rechnung, wie Herr Kropsch bemerkte.
Das Verhalten der News-Konsumenten hat sich dahingehend verändert, dass die Medienunternehmen nicht mehr nur informieren, sondern mit den Lesern auch kommunizieren. Eventuell mit twitter, Facebook und Co, doch da scheint noch vieles offen (verriet mir Herr Kropsch bei einem Gespräch nach der Podiumsdiskussion).
Alle Diskutanten waren sich einig, dass Innovationen überlebensnotwendig sind und auf keinen Fall vernachlässigt werden dürfen, wie am schmerzlichen Beispiel GM zu sehen war.
Das bedeutet für Medienunternehmen, wachsam bleiben und dem Kunden zuhören, weil im Grunde entscheiden die Kunden, ob etwas eine Innovation ist oder nicht.
Sonst ist es nur eine neue, mehr oder weniger nette “Spinnerei”.
Es diskutierten:
Peter Kropsch, Geschäftsführer APA – Austria Presse Agentur
Christian Ortner, Chefredakteur “Vorarlberger Nachrichten”
Gertraud Leimüller, Geschäftsführerin von winnovation consulting GmbH
Peter Filzmaier, Politologe des Institut für Strategieentwicklung
Martin Bredl, Pressesprecher der Telekom-Austria
Klaus Pseiner, Geschäftsführer der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG
Moderator:
Clemens Pig, Leitung Marketing und Verkauf der APA – Austria Presse Agentur
