Catering für Green Events: Alpbach macht’s vor


Harmonisch fügt sich das Congress Centrum Alpbach in die Bergkulisse des “Schönsten Dorfes Österreichs”: Jährlich treffen sich hier hochrangige Persönlichkeiten und mehr als 4.ooo Teilnehmer aus 60 Ländern zum Europäischen Forum Alpbach. Klar, dass ein Kongress dieser Größe viele Ressourcen verschlingt. Um seiner Vordenker-Rolle auch in Sachen Event Management gerecht zu werden (und weil Sponsoren aus der Wirtschaft zunehmend danach fragen), wurde in Alpbach ein Green Meeting Konzept für die Organisation von Veranstaltungen entwickelt. Welche Standards dabei speziell auf Catering Dienstleistungen anzuwenden sind, zeigt folgende Liste mit Praxis-Tipps und Erfahrungswerten, wie Sie im Rahmen von Green Meeting Alpbach seit 2009 konsequent umgesetzt werden:

Qualitätskriterien für das Catering

1. Regionale Herkunft

Green Meeting Alpbach fördert die vielfältigen Speisen und Getränke aus der Umgebung und macht das Essen und Trinken zu einem attraktiven Programmpunkt am Europäischen Forum Alpbach 2010. Je kürzer und nachvollziehbarer der Weg vom wertvollen Lebensmittel zur fertigen Mahlzeit ist, umso länger klingen solche Gourmet Erlebnisse nach und schaffen eine Verbindung zur Veranstaltungsregion.

© 2010 Congress Centrum Alpbach

Catering nach Green Meeting Kriterien © Congress Centrum Alpbach

Kriterien:

  • Alle Hauptzutaten der Speisen (v. a. Fleisch, Gemüse, Salate) sowie sämtliche Milchprodukte stammen zu 100 % aus der Region.
  • Gemüse und Obst kommen bevorzugt nach regionaler Erntezeit auf die Menukarten.
  • Tafelwasser/Mineralwasser, wenn möglich auch Bier, Fruchtsäfte und Wein stammen zu 100 % aus der Region.
  • Bier, Fruchtsäfte und Wein stammen aus Österreich oder Südtirol, falls keine regionalen Produkte verfügbar sind.

Was ist »regional«?

Die Hauptproduktion des Lebensmittels (Anbau, Aufzucht, Ersterzeugung, etc.) liegt in der Region Alpbachtal oder im Land Tirol, jedenfalls innerhalb einer Distanz von circa 100 km (z.B. Tirol, Salzburg, Südtirol, Vorarlberg, Oberbayern). Die Herkunft kann durch regionale oder nationale Gütesiegel bestätigt werden (z.B. AMA-Gütesiegel).

Seit 2009 wird die Initiative Green Meeting in Alpbach umgesetzt

2. Fairer Handel

Wenn Lebensmittel verwendet werden, die aus klimatischen Gründen nicht in der Region hergestellt werden können, achtet Green Meeting Alpbach auf soziale Gerechtigkeit für die Produzentinnen und Produzenten. Wichtig sind unabhängige Kontrollmechanismen, die von dritter Stelle aus gewährleisten, dass die Qualitätskriterien eingehalten werden.

Kriterien:

  • Säfte aus Früchten, die nicht regional verfügbar sind, kommen zu 100% aus dem »Fairen Handel«, z.B. mit dem TRANS FAIR® Zeichen.
  • Kaffee und Tee kommen zu 100 % aus dem »Fairen Handel«, z. B. mit TRANS FAIR® Zeichen.

3. Bio-Qualität

Green Meeting Alpbach sichert die Bio-Qualität für ausgewählte Speisen und Getränke zu, falls eine regionale Bezugsquelle in ausreichender Kapazität verfügbar ist und von Kunden, Bestellern oder Ausrichtern diese Bio-Qualität explizit nachgefragt wird.

Umsetzung

1. Anbotslegung

Sämtliche Angebote für Catering-Dienstleistungen, Empfänge und sonstige Gastronomie-Leistungen werden nach den Kriterien von »Green Meeting Alpbach« erstellt – sowohl für das Europäische Forum Alpbach als auch dessen PartnerInnen und SponsorInnen.

Kriterien:

  • Alle Angebote für Catering-Dienstleistungen beinhalten die Qualitätskriterien für »Green Meeting Alpbach 2010«
  • Auf Nachfrage durch die Besteller werden die regionalen Lieferanten bekannt gegeben.

2. Kommunikation

Als Gastronom kommuniziert Green Meeting Alpbach die besondere Qualität der Speisen und Getränke direkt an die Gäste und TeilnehmerInnen des Forums, sowohl bei den Empfängen als auch während des Tagesbetriebs in den Gastronomie-Betrieben. Dabei stellen werden die kulinarischen Besonderheiten, die regionalen Herkunft sowie alle anderen speziellen Produktkriterien dargestellt.

Kriterien:

  • Das Gesamt-Logo »Green Meeting Alpbach 2010« wird auf allen Tischkarten, Speisekarten, Menukarten, etc. angeführt.
  • Zusätzliche Erläuterungen in den Tischkarten, Tageskarten, Speisekarten, ev. auch auf Tischständern bei Empfängen und in den Gastronomie-Betrieben.
  • Alle Service-MitarbeiterInnen, das Küchenpersonal und alle anderen Personen im Betrieb, die zur Gastronomie einen Beitrag leisten, sind eingeschult und können die Gäste auch mündlich über die Initiative informieren.

3. Tagesbetrieb

Die TeilnehmerInnen des Europäischen Forums sind in der Region Alpbach jederzeit als Gäste willkommen. Die Initiative »Green Meeting Alpbach 2010« soll auch außerhalb der Sonderempfänge, d. h. bei Frühstück, Mittags- und Abendessen so weit wie möglich fortgeführt werden.

Kriterien:

  • Die Tageskarte (inkl. Tagesmenü-Angebot) wird während des Europäischen Forum Alpbach nach den Kriterien von »Green Meeting Alpbach 2010« ausgelegt.
  • Das Getränke-Angebot wird nach den Kriterien von »Green Meeting Alpbach 2010« ausgerichtet oder zumindest ergänzt (z. B. regionale Fruchtsäfte, FairTrade Orangensaft, …).
  • Aktive Kommunikation über die Initiative »Green Meeting Alpbach« im Gästekontakt, z. B. Erläuterung auf der Tageskarte, Anführung des Logos, Verwendung der Tischständer.
  • Alle Service-MitarbeiterInnen sind eingeschult und können die Gäste auch mündlich über die Qualitätskriterien informieren.

Das Infoblatt gibt es auch als pdf-Dokument zum Download: Green_Meeting_Alpbach_Infoblatt

Location Info:

Congress Centrum Alpbach
Alpbach 246
A-6236 Alpbach
+43-5336-600/100
info@alpbach.at
www.congressalpbach.com

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