3 Tipps: Wie Locations bei Google eine bessere Reihung schaffen


Immer öfter kommen Unternehmen zu mir und wollen Tipps, wie sie bei den Google Suchergebnis-Seiten besser gelistet werden können – natürlich ohne dabei tausende Euros in Google AdWords zu investieren. Obwohl eine Investition in Google AdWords sicher eine gute Investition ist, also um einiges sinnvoller als Printwerbung – das sag ich jetzt einmal ganz frech. Allerdings nur, weil ich es auf jeden Fall beweisen kann. Warum? Ganz einfach: Richtig eingesetzt kann ich bei Google AdWords ganz genau kontrollieren, was aus meinem Werbe-Euro wird. Also kann jeder ganz genau verfolgen, wie viel Umsatz – oder besser: Gewinn – jeder eingesetzte Google-AdWords-Euro bringt. Das ist bei Printanzeigen unmöglich. Bei Printwerbung gibt es Auflagen und das war’s schon. Bei Google AdWords wird per Klick abgerechnet. Das bedeutet, ab dem Klick des potenziellen Kunden habe ich den Kunden auf meiner Website. Und jetzt liegt es an mir, diesen nicht mehr entkommen zu lassen. ;) Mit Klicks auf die Startseite, wie es oft passiert, geht das allerdings nicht.

Besser Platzierung bei Google

Besser Platzierung bei Google

Aber ich wollte kein Plädoyer auf Google AdWords halten, davon haben wir nichts. Deshalb hier meine Tipps, wie ihr bessere Google Platzierungen erreicht:

1. Content ist King

Es ist zwar fast nicht zu glauben, aber Google liest, was auf eurer Homepage steht. Echt „oarg“, gell? Wie auch immer, ihr müsst dafür sorgen, dass Google „Content-Futter“ erhält. Also schreibt über eure Location. Was gibt’s zu eurer Location zu sagen? Ich bin mir sicher, jede Location hat eine Geschichte, auch wenn es eine kurze ist. Auf jeden Fall hat jede Location ein Angebot, Räume, Ausstattung und Referenz-Events. Content verfassen ist keine einfache Aufgabe. Es erfordert ein wenig Talent, Worte auf Papier oder besser in den PC zu bringen. Es gibt natürlich Spezialisten, die den Text so verfassen, dass sich Google noch leichter tut. Aber was ihr auf jeden Fall machen müsst, ist: nachdenken. Das kann euch für eure Location niemand abnehmen. Nur wenn ihr wisst, welches Angebot ihr habt, könnt ihr auch dementsprechenden Content verfassen. Mehr Content ist besser als weniger. Allerdings bringt eine Aneinanderreihung eurer wichtigsten Keywords nichts, eher im Gegenteil. Das kann dazu führen, dass ihr von Google aus dem Index verbannt werdet. – Ganz schlecht für das Geschäft.

2. Technik ist Pflicht

Noch immer stelle ich mit großer Verwunderung fest, dass manche Location Websites haben, die dem Standard der Neunziger (voriges Jahrhundert) entsprechen. Das sind dann Seiten mit Tabellen-Layout, Frames oder aufwendigen Flash Animationen. Das sind dann auch die Locations, die behaupten: „Wir haben zwar eine Homepage, aber die bringt nichts“. Eh klar bringt die nichts, weil keiner die Homepage findet, der potenzielle Gast sich nicht auskennt (Website ohne Konzept und Struktur) oder die Seite so lange ladet, dass der Beinahe-Gast entnervt aufgibt. Einfachheit ist das Zauberwort. Macht es den neuen Gästen einfach, an Infos zu kommen. Wenn euch ein Eventbesucher fragt, wo die Garderobe ist, dann schickt ihr ihn auch nicht zuerst auf’s WC, um den dort aufgehängten „Brand-Evakuierungsplan“ zu studieren, damit er vielleicht darauf die Garderobe findet … Museen empfehle ich eine eigene Website für Event-Organisatoren zu machen. Ich sehe oft, dass Museen viel Geld für Messen und Anzeigen ausgeben und auf der Website lediglich ein kleines Untermenü haben, auf dem dann alle Infos hineingepfercht werden. Da werden viele Chance vergeben.

3. Social Media ist Kür

So, mein Lieblingsthema. In letzter Zeit stelle ich verstärkt fest, dass Locations oder Hotels immer massiver in die Sozialen Netzwerke “drängen” und Facebook-Seiten machen bzw. Blogs erstellen lassen. Das Ziel dieser Unternehmen ist es, möglichst trendig bzw. modern zu wirken und natürlich bei Google noch präsenter zu sein. Dabei werden grundlegende Fehler gemacht, weil die meisten Locations der Meinung sind, dass es reicht, einen Blog zu haben und die Bürokräfte einfach irgendetwas schreiben zu lassen. Ohne Thema, ohne Reaktionsplan und sehr oft leider auch ohne Hirn.

Natürlich ist es relativ zeitaufwändig, einen Blog regelmäßig zu befüllen. Deshalb ist ja die Planung so wichtig. Also zuerst müsst ihr überlegen, wer im Blog schreiben soll. Diese Aufgabe irgendwelchen Angestellten zwanghaft aufzubürden, ist der absolut falsche Weg. Es muss Freude machen, einen Blog zu betreiben und sollte kein Zwang sein – die Leser merken das. Nicht jeder ist dafür geeignet. Dann kommen die Themen, also: Was wollt ihr veröffentlichen? Infos ohne Mehrwert haben keinen Wert und werden langfristig nichts bringen. Der Leser widmet euch seine Zeit, das ist das wertvollste Gut, das ein Mensch hat. Oft ist dieses wertvollste aller Güter unwiederbringlich verloren, für … Schrott. Nun ein Appell: Behandelt eure Leser mit dem notwendigen Respekt! Dann kommen sie auch immer wieder. Das ist nicht einfach, auch ich bin schon in diese „Google ist das Wichtigste“-Mentalität verfallen. Wir schreiben für Menschen und nicht für den Platz-1-Erfolg bei Google. Der kommt von ganz alleine, wenn ihr für Menschen schreibt. Ehrlich!

Der Rest ist dann nur noch publizieren und verbreiten, was das Zeug hält. Aber nicht eine Twittermeldung 10 Mal hintereinander, nur damit es ja alle mitbekommen.

Jetzt noch ein Anliegen:

Ich sehe oft, dass Locations viel Geld „verbrennen“, nur weil sie glauben, alles selbst machen zu müssen/können. Das funktioniert dann nicht nach Wunsch und wird schnell wieder als „Humbug“ abgetan. Bitte fragt vorher einen Profi, damit meine ich aber nicht das Fräulein Tochter, das gerade die Hotelfachschule macht und 500 Freunde hat. Die etwas jüngere Generation neigt dazu, alles – und damit meine ich wirklich ALLES – zu publizieren. Nicht gut!

Ihr könnt euch natürlich auch gerne bei mir melden, ich teile gerne mein über die Jahre gewachsenes (praktisches) Wissen. Allerdings bin ich KEIN Social-Media-Berater. Aber ich kann euch zeigen, welche Themen ihr im Haus habt, wie ihr (auch) für Google schreiben könnt und helfe dadurch gleichzeitig bei Redaktionsplänen.

Einen guten Beitrag findet ihr auch noch bei den eveos-Leuten. Die haben drei wichtige Tipps für die Social Media Strategie verfasst. Wo? In ihrem Blog – selbstverständlich. :)

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