Google ist überbewertet!
Voller Stolz berichte ich gestern Coach Ronald Braunsteiner von meinem jüngsten Blog-Erfolg: Platz 2 bei Google mit den Keywords „Event Trends 2012“ innerhalb von 30 Minuten nach Veröffentlichung (jetzt Platz 1).
Seine Reaktion: „Was willst du mir mit dem Blog-Beitrag sagen?“ – „Hm, keine Ahnung. Ich will bei Google ganz vorne sein!“ antworte ich mit einem breiten Grinsen im Gesicht (weil ich ja weiß, dass ich das geschafft habe). Er: „Ja, aber wieso hast du den Beitrag geschrieben?“
Uih, erwischt. In all den Blog-Schreiber-Jahren habe ich mich schön langsam zur „Schlampe“ von Google gemacht. Hauptsache mein Blog ist ganz vorne, was drinsteht ist egal. Dabei wollte ich doch den Menschen was erzählen, berichten oder einfach nur unterhalten.
Seit Tagen beschäftige ich mich wieder intensiver mit Twitter, weil ich finde, dass Twitter eine tolle Sache ist. Nach meinem „Ehrlichkeits-Erlebnis“ von gestern habe ich heute die Twitter-Kommunikation etwas genauer unter die Lupe genommen. Dabei ist mir aufgefallen, dass so gut wie kein Dialog zustande kommt.
Twitter verkommt zu einem „Ego-Shooter“. Hauptsache die Tweets sind raus, der Rest ist wurscht. Also ein paar Retweets sollten schon noch drin sein. Aber wieso sollten langweilige Meldungen weitergetragen werden?
Ich habe mir dieses Jahr eine eigene Liste mit mittlerweile 250 Journalisten aus AT und DE zugelegt. Und viele bringen nichts anderes als APA-Meldungen. Es ist nicht sehr spannend, 30 Mal zu lesen, dass der Scheibner sein Konto für die Staatsanwaltschaft öffnen muss. Aber ich muss auch zugeben, dass es unter den Journalisten doch etwas mehr Dialog gibt. Das ist dann schon öfter etwas spannender.
Als Twitter-Hero-Beispiel muss natürlich Armin Wolf erwähnt werden. Vorbildhaft!

Armin Wolf ist einer der spannendsten "Twitteranten"
Was hat das nun mit meinem Blogbeitrag von gestern (Trends 2012 für Events und Locations) zu tun?
Wenn nur noch egoistisch mitgeteilt und nicht mehr zugehört wird, kann das „Social“ aus Social Media gestrichen werden. Ich nehme mich natürlich gleich selbst bei der Nase und verspreche, nur noch Content zu liefern, der mich selbst interessiert.
Deshalb noch ein Nachtrag zu „Cloud Computing“:
Ich finde, dass Cloud-Computing eines der spannendsten Themen der letzten Jahre ist. Dass sich Cloud Computing vielleicht nicht dieses Jahr durchsetzen wird, kann sein, muss aber nicht. Es gibt viele interessante Anwendungen, die mit Clouds um einiges einfacher umsetzbar sind. Ich verwende zum Beispiel schon seit geraumer Zeit epunet für meine Buchhaltung. Jetzt werden natürlich viele aufschreien, weil: sensible Daten und so weiter. Aber ich sitze in keiner Regierung (habe das auch nicht vor), wenn die Finanz zu mir kommt, muss ich ohnehin alles offenlegen und was sollen die Leute von epunet mit meinen Daten anstellen? Ich hab wirklich nichts zu verbergen.
Cloud Computing hat in vielen Bereichen, vor allem für die Event- und Location-Szene, sehr große Vorteile. Deshalb werde ich im Laufe des Jahres an dieser Stelle einige Cloud-Computing-Systeme vorstellen, bei denen ich mir denke, dass sie hervorragend für Hotels, Gastronomen oder Event-Locations geeignet sind.
Mich würde jetzt allerdings noch interessieren, ob ihr für eure Buchhaltung Cloud Computing verwenden würdet:

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